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Dienstag, den 28. September 2010 um 19:09 Uhr

Überkopf-Komplexe

Written by  Robert Heiduk

Die vielseitigen Trainingswirkungen des freien Überkopf-Drückens werden oft unterschätzt. Wir zeigen wie man den optimalen Nutzen aus diesen Übungs-Komplexen zieht.

Die Anforderungen an Rumpfstabilität und Oberkörperkraft sind hoch, was diese Übungen zu einem perfekten "Core-Training" macht. Ein Vergleich mit dem Schulterdrücken aus dem Studio, welches fast immer sitzend und auch noch angelehnt durchgeführt wird, mag zunächst näher liegen, ist jedoch nur Makulatur, da hier durch das beliebte Sitzen und Anlehnen sämtliche stützende Muskulatur aus dem Spiel gebracht wird.

Anwendungsbereiche

Wenn es aber um Kraftleistungen - egal in welchem Wiederholungsbereich - geht, interessieren uns vor allem diejenigen Leistungen, bei denen der gesamte Körper involviert ist. Hier ist man eben nur so stark wie das schwächste Glied in der Kette. Ein Vorteil ist, dass man diese Leistungen im Alltag auch anwenden kann:

Die Mutter, die beim Einkaufen den Kofferraum mit schweren Kisten beladen muss oder diese in ein Regal Überkopf wuchten muss, der Feuerwehrmann, welcher schwere Ausrüstung oder Verletzte Überkopf heben muss, etc....

Jedes gute Krafttraining enthält Übungen, die den Bewegungen, Aufgaben und Belastungen des Alltags entsprechen. Training an Maschinen kann naturgemäß diese Anforderungen nicht erfüllen. Somit wird klar, dass die Varianten des Überkopfdrückens keine Männerübungen sind, auch Frauen, die im Alltag belastbarer sein möchten, sollten diese Übungen machen. Zumal der Energieumsatz bei derartigen Übungen wesentlich höher ist und somit die gesamte Figur ebenfalls besser geformt wird, als mit endlosen Crunches.

 

Hinweise

Im Video werden drei Varianten präsentiert:

1.) Kraftdrücken: Die Langhantel wird ohne Schwung, allein mit der Kraft der Schultergürtelmuskulatur hochgedrückt. Wichtigster Ausführungshinweis: Gesäß- und Rumpfmuskulatur hart anspannen.

2.) Schwungdrücken: Die Langhantel wird mit kurzem Schwung aus den Beinen zur Hochstrecke gebracht. Dieses Heben ist effizienter, um höhere Lasten zu bewältigen, bei gleichen Lasten wird die Hebung leichter, was gerade im Alltag oder Bei Berufsaufgaben sehr sinnvoll ist. Bei Vielen Wiederholungen bleibt die Übung dennoch anstrengend, die die vielen involvierten Muskelgruppen das Herz-Kreislauf-System stark fordern. Ein sehr gutes Kurzzeit-Ausdauertraining!

3.) Schwungdrücken aus der tiefen Hocke: Eine Komplexübung. Es gilt das gleiche wie bei 2.), die Beinmuskulatur wird deutlich mehr beansprucht, schließlich haben wir hier eine Frontkniebeuge integriert. Das Herz-Kreislaufsystem wird stärker involviert als bei 2.)

 

Zusätzlicher Hinweis

Das im Video gezeigte Umsetzen vom Boden sollte nur dann durchgeführt, wenn auch perfekt beherrscht wird. Dies ist technisch anspruchsvoller als das Drücken selbst. Aus diesem Grund empfehlen wir die Hantel anfangs in einem Kniebeugenständer oder Powerrack abzulegen. Das Üben des Umsetzens sollte zunächst separat erfolgen

Last modified on Freitag, den 25. November 2011 um 10:46 Uhr

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