Eine Verschiebung der optimalen Relation von Stabilität und Mobilität durch muskuläre Dysbalancen führt zu ineffizienten Bewegungsmustern, die nicht selten zu Schmerzen, Verletzungen oder Leistungsminderungen führen, egal welche Sportart man betreibt.
Stabilität beschreibt die Fähigkeit ein Gelenk unter Last, Spannung und/oder Bewegung zu kontrollieren. Diese aktive neuromuskuläre Kontrolle, die auf ein Gelenk ausgeübt werden kann, um Kraft zu übertragen und Bewegungen zu kontrollieren kann sowohl statisch als auch dynamisch auftreten:

Beim Kreuzheben spielt beispielsweise die statische Stabilität der Schulterblätter eine entscheidende Rolle in der Bewegungskette. Wenn die Schulterblätter nicht in der richtigen Position fixiert werden können, kann dies zu einer ineffizienten Kraftübertragung und zu Schmerzen in den Schultergelenken führen. Dynamische Stabilität ist bei dieser Übung im Hüftgelenk gefordert, da der größte Anteil der Bewegung aus den Hüftextensoren erfolgt, ist die hüftstabilisierende Muskulatur hier ein bedeutender Leistungs- und Gesundheitsfaktor.
Wie bereits erwähnt gibt es ein Optimalverhältnis zwischen Stabilität und Mobilität. Eine zu hohe Stabilität kann zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit der sich bewegenden Gelenke führen.
Was sind die Folgen von muskulärem Ungleichgewicht?
Zunächst kann ein unnatürlicher Zug am Gelenk entstehen, der eine Veränderung der gesamten Körperhaltung und Gelenkpositionierung bewirken kann. Dies wiederum führt zu
Veränderungen in der Bewegungspräzision, Veränderungen von Reflexantworten und Umprogrammierung von Bewegungsmustern durch Veränderung des Zusammenspiels der an einer Bewegung beteiligten Muskeln. Das ursprüngliche funktionelle Timing der beteiligten Muskeln wird durch ein weniger effizientes Muster ersetzt. Weniger effizient bezieht sich wohlgemerkt auf den Optimalzustand von Stabilität und Mobilität, denn wenn das Verhältnis nicht mehr stimmt, dann sucht das Nervensystem den optimalen Ausweg aus der aktuelle Situation.
Over the Top
Wenn das Nervensystem Bewegungen steuert verändert und anpasst, kann es effektiver sein auf einer grundlegenderen Ebene zu arbeiten: die Ganganalyse.

Sie ist auch im Z-Health Trainingssystem der Goldstandard. Der Gang ist eine fundamentale dynamische Bewegung und gibt eine sehr deutliche Auskunft über das gesamte funktionelle Zusammenspiel im Körper. Die Auswirkungen von visuellen, vestublären oder Bewegungsdrills, lassen sich unmitelbar an der Veränderung des Gangbildes ablesen. Auch die gesamte Körperhaltung wird im Gangbild offen gelegt.
Ganganalyse oder ein FMS sind keine neuen Erfindungen, beide wurden schon vor langer Zeit von Vladimir Janda in seiner täglichen medizinischen Praxis entwickelt und angewandt. Der Marke FMS® ist es zu verdanken, dass Muskelfunktionsdiagnostik nach Janda eine Renaissance erfahren hat.
Fazit
Sowohl Leistungs- als auch Freizeitsportler können durch einseitige Belastungen und Trainingsprogramme Dysbalancen und Asymmetrien entwickeln. Prospektive Studien weisen darauf hin, dass Dysbalancen, Asymmetrien und frühere Verletzungen zu signifikant höheren Verletzungsanfälligkeiten führen. Gerade im Bereich von „Functional Training“, Crossfit, Parkour & Co sollte Niemand ein Training beginnen ohne sich vorher über seine individuellen Bewegungsverhältnisse im klaren zu sein und den Erfolg seiner Interventionen zu überprüfen. Training soll schließlich nützen, nicht schaden!







