Bodybuilding - Quo vadis?
Der Urgedanke
Der "Siegeszug" der Drogen
Das Schattendasein des Bodybuildings
Ersatz "Bodyforming/-shaping"
Das einzig Wahre: Natural-Bodybuilding
Trennkost statt Einheitsbrei!
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Hitzige Diskussionen im Gästebuch, gut so! Aber man sollte respektvoll bleiben, sachlich argumentieren und nicht persönlich werden. Dann haben wir alle die Chance etwas echt Produktives zu schaffen, denn schließlich haben wir alle eine Gemeinsamkeit: wir lieben den Eisensport! Die Diskussion bietet die ideale Basis eine Standortbestimmung des heutigen Bodybuildings durchzuführen und für mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu sorgen.
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Der Urgedanke Anfang der 30ger und 40ger Jahre war der Urgedanke von Bodybuilding den Körper drei Mal in der Woche zu trainieren, sich gesund zu ernähren. Es war mehr als eine Sportart, es war ein sportiver und gesunder Lebenstil, ein Ideal welches auch an heutigen Maßstäben als absolut vorbildlich und erstrebenswert gelten würde. Ich muß an dieser Stelle nicht auf die vielen positiven Eigenschaften von Training mit Gewichten und gesunder Ernährung auf die physische und psychische Gesundheit eingehen. Nebenbei sei nicht unerwähnt, das die Bodybuildingbewegung in Deutschland die Mutter aller Fitness-Studios ist! Jeder Studiobesitzer war aktiver Bodybuilder.
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Der "Siegeszug" der Drogen Anfang der 60er nahmen dann die Drogen Einzug in den Sport, die mit der Verwendung von Wachstumshormonen Ende der 80er ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Bis heute läßt sich eine stetige Leistungsverbesserung im modernen Bodybuilding feststellen. Massiger, definierter, härter. Insofern unterscheidet sich dieser Sport nicht von allen anderen, wo der Leistungsgedanke, Geld, Sponsoren und Publicity vorherrschen. Wem sind denn diese wirklich überirdischen Fortschritte und Mutantenkörper zuzuschreiben? Den revolutionären Trainingsmethoden? Der perfekten Ernährung? Diese Faktoren haben sich in den letzten Jahrzehnten wohl kaum verändert. Das einzig Revulutionäre waren doch die immer neuen Drogen, die ihren letzten Höhepunkt bei der Erschaffung des Designersteroids THG fanden.
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Bedauerlicherweise hat man sich mit dem Leistungsgedanken im modernen Wettkampfbodybuilding in absurder Weise von den Uridealen des Bodybuildings entfernt. Das Ende der Fahnenstange scheint aber ereicht, denn wenn selbst unter den Athleten kursiert, zuviel ist zuviel, dann läßt uns das umso mehr aufhorchen. Das die Grenzen der Ästhetik schon lange überschritten sind, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Auch ein Grund für die mangelnde Akzeptanz von Bodybuilding. Ästethische Körper würden von der breiten Masse akzeptiert werden, vielleicht von der Jugend als erstrebenwerte Ziele erfasst.
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Das Schattendasein des Bodybuildings Den Drogen hat der wunderbare Sport Bodybuilding zu verdanken, das er in Deutschland ein jämmerliches Schattendasein fristet. Sag? mal in der Öffentlichkeit du würdest Bodybuilding betreiben, schon wirst du schief angeguckt, weil dieser Begriff einfach mit zu viel Negativem behaftet ist: Drogen, Zuhältermilieu, gehirnamputierte, laut schreiende Wasserbüffel und Mastochsen. Diesen Repräsentanten haben wir es zu verdanken. Stattdessen sagen wir lieber, wir würden Fitness-Sport oder ein bisschen Krafttraining betreiben. Die Fitness-Industrie hat durch die Schaffung von Worten wie "Bodyforming", "Bodyshaping", etc. diesen Begriff gänzlich aus ihrem Repertoire gestrichen, um ja nicht in Verbindungen mit den drogengeschwängerten Vollidioten zu kommen.
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Ersatz "Bodyforming/-shaping" Wen man die Begriffe Bodybuilding, -forming oder -shaping frei übersetzt, dann kommt sinngemäß das Gleiche heraus. Abgesehen davon wissen wir, dass es nur eine einzige Möglichkeit gibt den Körper zu verändern und die ist seine Muskeln mit Hanteln oder Maschinen intensiv zu trainieren! Ich sage es jetzt unter uns, hinter hervorgehaltener Hand, damit es auch keine Frau hört: Im Fitness-Studio geht es in Wahrheit nur um Muskeln, nichts anderes.
Mittlerweile läßt sich sogar bei Männern der Trend beobachten, das sie Angst bekommen zuviel Muskelmasse zuzulegen. Kenner schmunzeln jetzt. "Die Angst vor zuviel Muskeln", daraus sollten wir einen separaten Bericht machen. Aber zurück zum Thema. Jeder, der seinen Körper nach seinen persönlichen Vorstellungen formen möchte, betreibt Bodybuilding!
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Schlimm sind sind die Wirkung von Drogen nicht nur für den Körper, sondern für den Sport selbst. Jegliche gute Leistung, die ohne Drogen vollbracht wird, jeglicher gut gebauter Körper wird von unseren Zeitgenossen sofort angezweifelt: "Der nimmt doch was!". Das wir die Anerkennung für unsere harte Arbeit verlieren, in denen wir in unzähligen Trainingseinheiten unseren widerspenstigen Körper wie ein Schmied im Schweiße unseres Angesichtes geformt haben, finde ich schlimm.Unser ganzer Erfolg ist ja nur auf Chemie aufgebaut.
Noch ein trauriger Rekord: Bodybuilding ist der einzige Sport indem manche schon nach drei (!) Monaten zu Dopingmitteln greifen!
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Das einzig Wahre: Natural-Bodybuilding Doch es gibt auch Licht am Horizont. In zahlreichen Ländern haben sich Natural-Bodybuilding Verbände gegründet, die es sich zur Ausgabe gemacht haben, das natürliche, chemiefreie und gesunde Bodybuilding zu fördern. Auch in Deutschland gründete sich mit der German Natural-Bodybuilding Federation ( www.gnbf.de) ein solcher Verband, der auch der dem Weltverband der Naturalbodybuilder angeschlossen ist.
Hervorragende Bücher, wie "Natural-Bodybuilding", von Andreas Müller leisten ebenfalls einen großen Beitrag zur Verbreitung dieses Grundgedankens.
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Trennkost statt Einheitsbrei! Mein Vorschlag ist Bodybuilding in zwei Lager zu trennen, wo der Name
Programm ist:
Natural-Bodybuilding und Chemie-Bodybuilding.
So werde ich demnächst stolz auf die Frage antworten können, was für eine Sportart ich betreibe: Natural-Bodybuilding.......nein, das andere ist Chemie-Bodybuilding!
Euer Eisenpapst
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Geschrieben von Robert |
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